CMD und Zähneknirschen (Bruxismus)

Was ist CMD? Die craniomandibuläre Dysfunktion bezeichnet eine Fehlregulation des Kiefergelenks sowie der daran beteiligten Muskeln und Knochen im Ober- und Unterkiefer bzw. im Schädel. Sie kann die Harmonie des gesamten Bewegungs- und Stützapparates beeinträchtigen und zu gesundheitlichen Problemen führen. Meist macht sich eine CMD durch Schmerzen im Kiefergelenk bemerkbar – und durch deutlich hörbares Zähneknirschen.

Die CMD ist also häufig die Ursache für Zähneknirschen, das jedoch noch diverse andere Ursachen haben kann. Vor allem bei Kindern ist Zähneknirschen eher in Ausnahmefällen die Folge einer CMD.

Das meist unbewusste Knirschen mit den Zähnen ist eine unangenehme und ungesunde Angewohnheit. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig und noch nicht vollständig erforscht. Bei vielen Erwachsenen ist eine Stressreaktion oder das Verarbeiten seelischer Probleme im Schlaf der Auslöser. Auch schiefe Zähne oder schlecht sitzender Zahnersatz kommen als Ursache für knirschende Zähne infrage. Ebenso stehen Alkohol oder bestimmte Medikamente in Verdacht.

Am verbreitetsten ist das Zähneknirschen nachts, manche Menschen tun es aber unbewusst auch tagsüber. Sehr häufig ist das Zähneknirschen bei Kindern und Kleinkindern verbreitet. Das Zähneknirschen im Schlaf bei Kindern hängt oft mit nicht richtig stehenden Milchzähnen zusammen und verschwindet mit dem Nachwachsen der bleibenden Zähne wieder.

Dauerndes Zähneknirschen hat Folgen

Schon bei leichtem Knirschen werden die Zähne übermäßig beansprucht und es kommt zu Abschleifspuren. Bald führt es zu Zahnschmerzen durch Zähneknirschen und in schwereren Fällen können die Zähne sich verformen, lockern und ausfallen. Die Kiefergelenke können sich ebenfalls als Folge von Zähneknirschen schmerzhaft verändern. Wenn die Gelenkscheiben verrutschen, können Betroffene nicht einmal mehr den Mund richtig öffnen.

Außerdem kann es, besonders beim Zähneknirschen nachts, zu starken muskulären Verspannungen im Hals- und Kopfbereich kommen. Es drohen als weitere Zähneknirschen Folgen Muskelkater, Kopfschmerzen, Spannungsschmerz im Hals-Schulter-Bereich, sogar der berüchtigte Tinnitus (Ohrgeräusch) kann durch Zähneknirschen auftreten.

Was hilft gegen das Zähneknirschen?

Eine Massage-Therapie, eine Wärme-Behandlung und sogar autogenes Training, Yoga und Thai Chi können helfen, nächtliches Zähneknirschen und die Symptome des Bruxismus zu beenden. Beim Zähneknirschen im Schlaf kann unter anderem eine Zahnschiene oder Aufbiss-Schiene die Zahnreihen gegen nächtliches Knirschen schützen und Zahnschmerzen durch Zähneknirschen verhindern. Die Schiene wird vom Zahnarzt individuell für Ihren Kiefer angefertigt.

Wir beraten Sie gerne zum Thema CMD und Zähneknirschen. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie doch gleich einen Beratungstermin in unserer Zahnarztpraxis in Münster.