Nehmen Sie Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter!

Nicht nur der Zahn selbst, sondern auch sein Halteapparat kann sich entzünden. Ein Zeichen dafür kann wiederkehrendes Zahnfleischbluten sein. Bei einer Parodontitis erkrankt zunächst der Zahnfleischsaum. Durch seine Lockerung dringen Bakterien tiefer in die sich bildenden Zahnfleischtaschen vor und greifen nicht nur den Kieferknochen an, sondern können auch Herzerkrankungen und Fehlgeburten auslösen. Mit einer konsequenten Behandlung kann sowohl dies als auch der langfristig drohende Zahnverlust verhindert werden. Daher – gehen Sie bei wiederkehrendem Zahnfleischbluten vorsorglich zum Zahnarzt.

So sieht eine optimale Parodontitisbehandlung aus:

Eine effektive Therapie hat im Wesentlichen zwei Ziele: die Bakterien zu beseitigen und die Entzündung zu stoppen. In einem ersten Schritt reinigt der Zahnarzt die Zahnoberflächen und Zahnzwischenräume – dies entspricht der professionellen Zahnreinigung, die Sie schon aus der Prophylaxe kennen. Anschließend werden die Zahnfleischtaschen unter Zuhilfenahme von Ultraschall mit einer antibakteriellen Flüssigkeit gespült („Deep Scaling“). In einigen wenigen Fällen sind mehrere Sitzungen nötig, um das Zahnfleisch auszuheilen. Mindestens genauso wichtig wie eine optimale Behandlung ist jedoch die Nachsorge – andernfalls riskieren Sie ein unbemerktes Fortschreiten der Erkrankung. Eine konsequente Kombination von täglicher Zahnpflege und regelmäßiger professioneller Reinigung verhindern die Bildung von Zahnbelägen und Zahnstein, die der Hauptauslöser für Parodontitis sind. Gehen wir es gemeinsam an!